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Explosion of Poetry

Titel: Dankbarkeiten
Autor/in: Delphine de Vigan
Übersetzer/in: Doris Heinemann
Verlag: Dumont
Genre: Roman
Seitenzahl: 176
ISBN: 978-3-8321-8112-3
Preis: 20,00€ [D]

INHALT:


Michka, die stets ein unabhängiges Leben geführt hat, muss feststellen, dass sie nicht mehr allein leben kann. Geplagt von Albträumen glaubt sie ständig, wichtige Dinge zu verlieren. Tatsächlich verliert sie nach und nach Wörter, findet die richtigen nicht mehr und ersetzt sie durch ähnlich klingende. Die junge Marie, um die Michka sich oft gekümmert hat, bringt sie in einem Seniorenheim unter. Der alten Frau fällt es schwer, sich in der neuen Ordnung einzufinden. In hellen Momenten leidet sie unter dem Verlust ihrer Selbstständigkeit. Doch was Michka am meisten beschäftigt, ist die bisher vergebliche Suche nach einem Ehepaar, dem sie ihr Leben zu verdanken hat. Daher gibt Marie erneut eine Suchanzeige auf, und Michka hofft, ihre tiefe Dankbarkeit endlich übermitteln zu können. 

MEINE MEINUNG:

Letztes Jahr habe ich "Loyalitäten" von Delphine de Vigan gelesen und als sehr gut empfunden, obwohl es vergleichsweise zu anderen Büchern nur relativ wenige Seiten hatte. Allerdings zählt bei Büchern ja bekanntlicherweise viel weniger die Quantität sondern viel mehr die Qualität und genau diese Eigenschaft hatte "Loyalitäten", aber auch "Dankbarkeiten". Mich konnte auch in diesem Buch wieder total begeistern, wie die Autorin es geschafft hat trotz der geringen Seitenzahl das zu schaffen, was anderen Autoren, die wesentlich dickere Bücher schreiben, oft nicht gelingt: Die Leser des Werkes zu bewegen. Denn obwohl ihr Schreibstil immer recht distanziert und nüchtern ist (oder gerade deswegen) sind ihre Bücher immer mit unfassbar vielen Emotionen geladen, die man durch den Schreibstil sogar noch mehr spürt als sonst. In "Dankbarkeiten" geht es um Michka, die nicht mehr alleine leben kann, da ihr immer mehr Wörter entfallen und sich langsam das Alter bemerkbar macht. Eine große Stütze ist und war ihr schon immer Marie, allerdings ist es nun dennoch endgültig an der Zeit, ihr altes Leben hinter sich zu lassen und den Rest ihres Lebens im Altersheim zu verbringen, weil sie es alleine einfach nicht mehr stemmen kann. Allerdings ist es oft sehr schwer loszulassen und eins weiß Michka ganz genau: Sie möchte sich auf jeden Fall noch bei den beiden Menschen bedanken, die ihr das Leben gerettet haben. Denn das, was wir am Ende des Lebens empfinden, ist vor allem Dankbarkeit, die sie auf jeden Fall noch zum Ausdruck bringen möchte, bevor es zu spät ist. Doch ihr ist unklar, ob das Ehepaar überhaupt noch lebt und ob sie die Kraft hat, sich mit ihnen in Verbindung zu setzen. Aber sie wird es definitiv versuchen.

Michka hat mich mit ihrer Persönlichkeit sehr beeindruckt, da sie eine sehr warmherzige und sympathische Frau ist und dies auch bis zum Ende geblieben ist. Deswegen habe ich auch sehr mit ihr gelitten, als sie immer mehr Wörter vergessen hat und sich nicht mehr richtig ausdrücken konnte. Für mich selber wäre das der Horror, deswegen konnte ich ihre Niedergeschlagenheit aufgrund dessen sehr gut verstehen. Aber auch Marie und Jeromé, ein Logopäde, die die Geschichte aus ihrer Sicht erzählen, mochte ich wirklich gerne und auch ihre Gedankengänge und Geschichten haben mich sehr bewegt. Bei dem ersten Buch von Delphine de Vigan, das ich gelesen habe, war es auch oft so, dass die Erzählungen von verschiedenen Personen ineinander verschwimmen sind und es auch zwischen eigentlichen 'Kapiteln' keine Differenzierung gab. Sprich: Es gab keine Kapitel in dem Buch, also im klassischen Sinne. Deswegen kamen auch öfters mal zwischen den Erzählungen von Jeromé und Marie Träume von Michka vor, die ich zuerst nicht richtig deuten konnte, da sie wie eben schon beschrieben wurde, durch nichts abgegrenzt wurden. Lediglich zwischen der Sicht von Jeromé und Marie gab es Abtrennungen. Das hat mich aber eigentlich nicht weiter gestört. Das einzige, das ich etwas schwierig fand, war dass man dadurch dass Michka vor allem in der 2. Hälfte des Buches kaum mehr einen fehlerfreien Satz sprechen konnte, oftmals die Bedeutung der Sätze nicht mehr deuten konnte und ich der Handlung an manchen Stellen nicht mehr ganz folgen konnte. Auf der anderen Seite wäre es aber auch sicherlich schwierig (wenn nicht sogar unmöglich) gewesen das anders von der Autorin zu handhaben, da das Vergessen von Worten anders darzustellen. Dennoch konnte mich das Buch emotional sehr gut abholen, nur das ganz besondere Etwas, das ich beim Lesen von "Loyalitäten" gefunden habe, hat mir in diesem Buch irgendwie etwas gefehlt. Trotzdem ist es eine sehr berührende Geschichte gewesen, die mir wieder mal bewusst gemacht hat, was eigentlich zählt und dass man Die Zeit genießen sollte. 



FAZIT:
Insgesamt habe ich das Buch wirklich gut gefunden und kann es euch, genauso wie "Loyalitäten", nur ans Herz legen.
März 20, 2020 No comments
Titel: Verity
Autor/in: Colleen Hoover
Übersetzer/in: Katarina Ganslandt
Verlag: bold (dtv)
Genre: Roman
Seitenzahl: 368
ISBN: 978-3-423-23012-4
Preis: 14,90€ [D]
Erscheinungstermin: 13.03.2020

INHALT:
Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Diese ist seit einem Autounfall, der unmittelbar auf denTod ihrer beiden Töchter folgte, nicht mehr ansprechbar und ein dauerhafter Pflegefall.
Lowen akzeptiert – auch, weil sie sich zu Veritys Ehemann Jeremy hingezogen fühlt. Während ihrer Recherchen im Haus der Crawfords findet sie Veritys Tagebuch und darin offenbart sich Lowen Schreckliches ...

MEINE MEINUNG:
Ich habe vor "Verity" schon drei andere Bücher von Colleen Hoover gelesen und geliebt und bei zwei von ihnen musste ich sogar Tränen vergießen. Deswegen habe ich wirklich viel von der Geschichte erwartet, aber niemals hätte ich mit dem gerechnet, was sich in hinter dem wunderschönen Cover von "Verity" vertsteckt. Natürlich wusste ich bereits vorher, dass dieses Buch bestimmt düsterer und anders wird als die vorherigen Bücher der Autorin, aber dass es so düster, emotional, gewaltvoll, unvorhersehbar, aber vor allem auch herzzerbrechend werden würde, hätte ich mir niemals vorstellen können.

Aber jetzt erst mal der Reihe nach: 
Der Einstieg in das Buch ist mir etwas schwerer gefallen als bei den anderen Büchern die ich bisher von Colleen Hoover gelesen habe, was aber zum Großteil auch daran lag, dass die Geschichte direkt mit einer unfassbar brutalen und meiner Meinung nach auch gleichzeitig sehr unrealistischen Szene beginnt. Da diese Szene auch in der Leseprobe des Buches vorkommt und sie dementsprechend sowieso jeder lesen kann, werde ich nun kurz auf die Handlung der ersten Seiten eingehen. 

Direkt in dem ersten Satz des Buches wird beschrieben, dass Lowen einem Mann, der nur ein paar Zentimeter von ihr entfernt stand, dabei zusieht wie er von einem Auto überfahren wird. Für mich als Leserin kam das Ganze sehr unerwartet und hat mich selbstverständlich unheimlich schockiert, vor allem weil Colleen Hoover das Geschehen doch recht ausführlich beschrieben hat. Dementsprechend habe ich natürlich auch damit gerechnet, dass Lowen genauso schockiert und mitgenommen sein wird, da so etwas im Normalfall niemand miterleben möchte, unabhängig davon, ob man abgehärtet ist oder nicht. Doch Lowen geht tatsächlich sehr gefasst mit der ganzen Situation um und sorgt sich mehr darum, dass sie ihre in Blut getränkte Bluse so schnell wie möglich los wird, als darum, dass gerade vor ihrer Nase ein Mensch gestorben ist. Natürlich ist sie Thrillerautorin und man erfährt auch schon auf den ersten Seiten, dass sie schon einiges erlebt hat und in der Stadt, in der sie lebt, sowas alle Tage passiert, dennoch konnte ich irgendwie nicht fassen, wie wenig sie das Ganze mitgenommen hat. Das hat man vor allem daran gemerkt, dass sie ein paar Tage später keinen Gedanken mehr an das Szenario verschwendet hat. 

Nach diesem etwas fragwürdigen Einstieg ist mir das Lesen dann aber zum Glück immer leichter gefallen und auch Lowen wurde mir mit der Zeit immer sympathischer. Die Anziehung zwischen dem Mann von Verity, für die Lowen als Coautorin schreiben soll, fand ich immer sehr aufregend und ich habe mich darauf gefreut zu erfahren, ob dieses Knistern am Ende vielleicht doch noch zu einem Feuer entzüden kann. Wie Henry und Lowen sich kennengelernt haben ist allerdings wieder eine ganz andere Sache, denn dieses Kennenlernen war für meinen Geschmack wieder etwas zu unrealistisch. 

Die Spannung war trotz der teilweise etwas unrealistischen Handlung in "Verity" auf wirklich jeder Seite vorhanden und dadfür, dass Colleen Hoover sonst eigentlich Liebesromane ohne irgendwelche Thriller Elemente schreibt, hat sie sich meiner Meinung nach wirklich gut mit dem Schreiben dieses Buches geschlagen. Vor allem die Kapitel, in denen man das Manuskript, welches Lowen beim Durchsuchen von Veritys Unterlagen zufällig in die Hände gefallen ist, der Autobiografie von Verity lesen kann, haben mir teilweise wirklich eine Gänsehaut über den Rücken laufen lassen, weil mir das Beschriebene an vielen Stellen schon zu brutal und anstößig war, aber irgendwie hat es in dieses Buch trotzdem total gut reingepasst. Aber auch in den normalen Kapiteln, die aus der Sicht von Lowen beschrieben wurden, ist die Spannugskurve wirklich immer aufrecht gehalten worden und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Lowen hat zwar an sehr vielen Stellen des Romans ziemlich naiv gehandelt, denn ich glaube jeder, der an ihrer Stelle gewesen wäre, wäre irgendwann schreiend aus dem Haus von Verity und Henry geflohen, aber wie man vielleicht schon anhand meiner Worte zu dem ersten Kapitel merken konnte, ist Lowen jetzt auch nicht unbedingt der ängstlichste Mensch, wobei sie auch nicht unbedingt unbesorgt ist, da sie wirklich oftmals kurz davor stand das Handtuch zu werfen und letztendlich nur alle schützen wollte. Dennoch muss man sich natürlich, falls man das Buch lesen möchte, darauf einstellen, dass auch Lowen keine harmlose Persönlichkeit ist. 

Das vorletzte Kapitel war für mich zwar ziemlich heftig zu lesen, aber letztendlich fand ich die Handlungen der Figuren irgendwo doch nachvollziehbar. Nach diesem Kapitel wartete dann aber der krasseste Plottwist überhaupt auf einen und als ich mit dem Lesen fertig war, musste ich das Gelesene erst mal verarbeiten, weil ich es nicht fassen konnte, wie Colleen Hoover es geschafft hat, so gespaltene Gefühle in mir auszulösen und mich so ratlos und aufgelöst zurückzulassen, denn am Ende wurde man mit zwei verschiedenen Versionen alleine gelassen und musste sich quasi selbst dazu entscheiden, was die Wahrheit ist. 

FAZIT:
Ich habe das Buch einerseits gehasst und andererseits wirklich geliebt, denn obwohl mir vieles zu unrealistisch war und mich das Ende so schockiert hat, hat die Autorin es einfach mal geschafft, ganz egal welchem der beiden Möglichkeiten einer Wahrheit man am Ende des Buches glauben möchte, eine Message zu vermitteln, die alles andere in den Schatten stellt und zwar, dass die Liebe über allem anderen steht. Und obwohl in diesem Buch vieles geschehen ist, das eigentlich niemals hätte geschehen dürfen, hat mir diese Message am Ende gereicht, um das fast alles zu vergessen.


*Werbung, Rezensionsexemplar
März 20, 2020 No comments


Titel: Die Krone der Dunkelheit - Magieflimmern
Autor/in: Laura Kneidl
Verlag: Piper
Genre: High Fantasy
ISBN: 978-3-492-70527-1
Seitenzahl: 608
Preis: 15,00€ [D], 15,50€ [A] (Paperback); 11,99€ (eBook)

REIHE:
1. "Die Krone der Dunkelheit"
2. "Die Krone der Dunkelheit - Magieflimmern"
3. "Die Krone der Dunkelheit - Schicksalsklinge" (Erscheinungstermin noch unbekannt)
4. "Die Krone der Dunkelheit - Götterdämmerung" (Erscheinungstermin noch unbekannt)


INHALT:
Freya kennt die Wahrheit. Sie hat herausgefunden, was mit ihrem Bruder im Land der Fae geschehen ist, und nun bleibt für sie nur noch eines zu tun: Sie muss nach Thobria zurückkehren und sich ihrem Schicksal als zukünftige Königin stellen. Doch der Hof ist ein goldener Käfig voller Regeln und Verbote, dabei will Freya nichts sehnlicher als Magie wirken und Larkin finden, der als gesuchter Verbrecher noch immer auf der Flucht vor dem König ist. Zeitgleich ziehen die geplatzte Krönung und das gescheiterte Attentat auf den jungen Fae-Prinzen Kheeran immer gravierendere Folgen nach sich. Unruhen brechen unter den Unseelie aus und womöglich findet diese Bedrohung schon bald einen Weg in das Reich der Menschen.

MEINE MEINUNG:

Vor ein paar Monaten habe ich "Die Krone der Dunkelheit" gelesen und absolut geliebt. Aus diesem Grund zählt das Buch auch zu meinen Jahreshighlights und ich konnte es kaum noch erwarten, endlich auch die Fortsetzung lesen zu können, da ich unbedingt erfahren wollte, wie es mit Freya, Larkin, Ceylan, Kheeran und all den anderen tollen Charakteren weitergeht.


Zu den Charakteren, die man ja bereits alle in dem ersten Band kennengelernt hat, werde ich jetzt nicht nochmal etwas schreiben. Falls ihr aber trotzdem ein bisschen was über ihre Persönlichkeit und meinen Standpunkt zu ihnen erfahren möchtet und meine (spoilerfreie) Rezension zu dem ersten Band bisher noch nicht gelesen habt, könnt ihr es hier nachholen.


Am Anfang der Geschichte hatte ich zugegebener Maßen ein paar kleine Schwierigkeiten, mich wieder in die Welt von Lavarus hineinzufitzen, vor allem weil mich der Prolog ,00000erst etwas stutzig gemacht hat, diese Schwierigkeiten haben sich dann aber zum Glück nach ein paar Seiten in Luft aufgelöst und ich war wieder komplett in der Welt, die Laura Kneidl mit ihren Worten erschaffen hat, gefangen.


Die Handlung hat mir in der Fortsetzung von "Die Krone der Dunkelheit" wieder sehr gut gefallen, da sie keineswegs langweilig oder vorhersehbar war, dennoch kam die Geschichte meiner Meinung nach nicht ganz an den ersten Band ran.

Das lag vermutlich aber auch einfach an der Tatsache, dass ich immer viele Seiten am Stück gelesen habe und die Worte so nicht ganz verinnerlichen konnte, weil es einfach zu viel auf einmal war. Deswegen musste ich auch noch im späteren Verlauf des Buches oftmals hinten im Glossar nachschlagen, weil ich teilweise mit Namen, obwohl sie schon oft im Buch aufgetaucht sind, immer noch nichts anfangen konnte.

Die Charakterentwicklung hat mir in "Die Krone der Dunkelheit - Magieflimmern" auch sehr gut gefallen und ich habe mich wirklich darüber gefreut, endlich erfahren zu können, wie es mit den Charakteren weiterging.


In meiner Rezension zum ersten Band habe ich ebenfalls schon erwähnt, wie sehr ich Laura Kneidls Schreibstil liebe und kann es an dieser Stelle nur noch mal wiederholen: 

Ich lese selten Bücher, die mit so großartigen Wörtern gefüllt sind!

Gegen Ende nahm die Geschichte dann nochmal richtig Fahrt auf und nun fiebere ich schon wieder dem Erscheinen der Fortsetzung entgegen, da das Ende von "Die Krone der Dunkelheit - Magieflimmern" einem gar keine andere Wahl lässt. 

FAZIT:
Ich habe mich unheimlich gefreut, mal wieder in die magische Welt von Lavarus abtauchen zu können und habe das Lesen wieder richtig genossen. Ich fand den zweiten Band von "Die Krone der Dunkelheit" wirklich annährend perfekt, allerdings trotzdem nicht so gut wie den ersten, deswegen bekommt das Buch 4,5/5 Blumen von mir. Falls ihr bisher nur den ersten Band und den zweiten Band nicht gelesen oder sogar beide Bücher noch nicht gelesen habt, solltet ihr es jetzt umbedingt nachholen, denn ich kann euch die Reihe nur wärmstens ans Herz legen!

*Rezensionsexemplar
Oktober 27, 2019 No comments


Titel: Goldene Flammen
Autor/in: Leigh Bardugo
Übersetzer/in: Henning Ahrens
Verlag: Knaur
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-426-52444-2
Seitenzahl: 352
Preis: 12,99€ [D], 13,40€ [A] (ist aber nicht einzeln, sondern nur im Schuber für 39,00€ [D] und 40,10€ [A] als Print erhältlich) ; 9,99€ (eBook); 

REIHE:
1. "Goldene Flammen"
2. "Eisige Wellen"
3. "Loderne Schwingen"

INHALT:

Alina ist eine einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren von Ravka. Jemand, der entbehrlich ist - ganz anders als ihr Kindheitsfreund Malyen, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Doch als Alina Mal bei einem Überfall auf unerklärliche Weise das Leben rettet, ändert sich alles für sie, denn sie findet heraus, dass sie eine Grisha ist, die über große Macht verfügt.
Alina wird ins Trainingslager der Grisha versetzt, der magischen und militärischen Elite Ravkas. Dort findet sie einen ganz besonderen Mentor: Den ältesten und mächtigsten der Grisha, der nur der »Dunkle« genannt wird und der schon bald ganz eigene Pläne mit Alina verfolgt. 

MEINE MEINUNG:
Als ich vor ein paar Monaten erfuhr, dass die Grischa Trilogie, welche von allen geliebt wird, aber nicht mehr regulär erhältlich ist, bald als neue Auflage mit wunderschönen Covern erscheinen wird, stand sofort fest: Ich muss dem Schuber unbedingt haben! 

Nachdem die Bücher, nach all den Monaten der Vorfreude, endlich bei mir eingezogen sind,  konnte ich natürlich nicht lange dem Drang widerstehen, die Reihe zu anfangen zu lesen.

Dummerweise habe ich anfänglich mal wieder nicht gut aufgepasst, welcher Band denn jetzt genau der erste ist und aus diesem Grund einfach nach dem Buch gegriffen, dass gerade als erstes im Schuber stand, obwohl ich vorher mit den Büchern Fotos gemacht habe und es deswegen eigentlich logisch war, dass die Bücher nicht in der richtigen Reihenfolge stehen können. Darauf bin ich in dem Moment aber natürlich nicht gekommen. Nachdem ich dann aber die ersten 50 Seiten des 2. Bandes gelesen habe und total enttäuscht war, weil ich überhaupt nichts verstanden habe, bin ich endlich zu dem weisen Entschluss gekommen, mir mal den Klappentext durchzulesen und jabe mir somit weitere Spoiler und Verwirrungen beim Lesen erspart. 

Das Lesen von dem tatsächlichen ersten Band hat mir dann zum Glück aber wahnsinnig gut gefallen und ich konnte das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen, weil ich immer erfahren wollte, was als nächstes geschieht. Aus diesem Grund waren dann auch ganz schnell die ca. 350 Seiten in einem Rutsch weggelesen und ich habe mich gefragt, wo die Zeit geblieben ist.

Der Einstieg in die Welt der Grischa ist mir durch die 'Davor' Geschichte wirklich leicht gefallen, obwohl ich anfangs erst mal rausfinden musste, wer eigentlich aus seiner Perspektive die Geschichte erzählt und somit die Protagonistin des Buches ist. Nach ein paar Seiten war aber auch dies klar und es gab kein Halten mehr.

Die Handlung war wirklich durch und durch spannend und es gab keine einzige wirklich vorhersehbare oder/und langweilige Stelle.

Ich war ja bis vor kurzem noch nie ein wirklich großer Fan von Harry Potter, aber mittlerweile habe ich endlich mal die ersten beiden Bände der Reihe gelesen und so wie alle anderen geliebt, weil ich bis zu diesem Zeitpunkt in noch kein vergleichbares Fantasie Universum eingetaucht bin. Deshalb konnte ich mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass die "Grischa" Trilogie genau das, was unzählige Bücher vor ihr noch nicht geschafft haben, hinbekommen soll: Nämlich an das Universum von Harry Potter ranzukommen oder es sogar zu überdrumpfen. Allerdings wurde ich während des Lesens eines besseren belehrt und kann jetzt guten Gewissens sagen: Mir gefällt die "Grischa" Trilogie bisher sogar noch besser als "Harry Potter" und der erste Band ist schön Teil meiner Lieblingsbücher geworden.

Die Protagonistin Alina war die ganze Geschichte über recht wandelbar, weil sie noch nicht genau wusste, wo sie reinpasst, dennoch mochte ich sie, da sie immer auf der Hut war, alles hinterfragt hat und ein wirklich guter Mensch ist, wirklich gerne und sie ist mir schon in dem ersten Band so sehr ans Herz gewachsen, dass ich sie gar nicht mehr gehen lassen möchte

Auch Maylen wurde mir von Seite zu Seite immer sympathischer, obwohl er mir anfangs etwas abgehoben und eingebildet vorkahm. 
Aber da die Charakterentwicklung in diesem Buch so toll war, gab es auch bei ihm irgendwann den Punkt, bei dem ich gesagt habe, dass ich ihn inzwischen wirklich gerne mag, da er sich sehr ins Positive verändert hat.

Der Schreibstil von Leigh Bardugo war großartig, anders kann ich es wirklich einfach nicht sagen. Selten habe ich ein Fantasy Buch, mit einem solchen magischen, anmutigen und flüssigen Schreibstil gelesen, der mich dazu gebracht hat, dass Buch nicht aus der Hand zu legen.

Das Ende von "Goldene Flammen" war zwar mehr oder weniger abgeschlossen, also es endete nicht mit einem Cliffhanger, ich kann es aber trotzdem kaum mehr abwarten, endlich mit  "Eisige Wellen" anfangen zu können.

FAZIT:
"Goldene Flammen" gehört definitiv zu den besten Fantasy-Büchern, welche ich bis jetzt gelesen habe. Ich kann euch das Buch sehr empfehlen, wenn ihr Lust auf eine magische Geschichte habt, die spannend, aktionsreich, aber gleichzeit auch emotional und berührend ist. 

*Rezensionsexemplar
Oktober 27, 2019 No comments
Titel: Burning Bridges
Autor/in: Tami Fischer
Verlag: Knaur
Genre: New Adult
ISBN: 978-3-426-52457-2
Seitenzahl: 400
Preis: 12,99€ [D] (Paperback)


INHALT:

Wenn wir aufeinandertreffen, sprühen keine Funken. Wenn wir aufeinander treffen, gehen wir in Flammen auf.

Sein Name lautet Ches. Das war alles, was ich wusste. Keine Vergangenheit und keine Identität. Alles an ihm strahlte Gefahr aus, doch ich schaffte es einfach nicht, mich von ihm fernzuhalten. Ich war Metall und er der Magnet, welcher mich anzog. Doch nicht nur mich zog er an; auch Dunkelheit und Ärger und Geheimnisse begleiten ihn wie Motten das Licht. Ich war vielleicht gebrochen, aber wenn er mich für schwach hielt, machte er einen Fehler. Ich würde jedes seiner Geheimnisse lüften. Und wenn ich brennen musste, um seine Dunkelheit zu vertreiben, würde ich jede Sekunde im Feuer genießen.

MEINE MEINUNG:

Ich habe zwar erst vor wenigen Wochen mitbekommen, dass Tami Fischer ein Buch rausbringt, war aber sofort von dem Cover und dem vielversprechenden Klappentext angetan.

Als das Buch dann vor ein paar Tagen bei mir ankam, hätte ich am liebsten sofort mit Lesen angefangen, aber leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt einfach zu viele Bücher, die ich noch lesen wollte und zu wenig Zeit, wir kennen das ja alle.

Glücklicherweise habe ich es dann endlich geschafft, das Buch zu lesen und ich werde euch im folgenden davon berichten, ob es meinen Erwartungen gerecht werden konnte, oder nicht.

Die Protagonisten der Geschichte sind Ella und Ches. Ella war mir direkt auf den ersten paar Seiten sympathisch, da sie kein Blatt vor den Mund nimmt, dennoch manchmal nicht aus ihrer Haut kommt und ziemlich tollpatschig und verpeilt ist. Ich glaube, auch wenn man das Buch noch nicht gelesen hat, ist einem sofort nach lesen des Klappentextes klar: Ches ist definitiv kein Goodboy, aber auch nicht der klassische Badboy, aus jedem anderen New Adult Roman. Aus diesem Grund hat es auch ziemlich lange gedauert, bis ich ihn halbwegs einschätzen und seine Handlungen nachvollziehen konnte. Aber nachdem dies dann schließlich passiert ist, mochte ich auch ihn sehr gerne und habe immer mit ihm gefühlt.

Der Schreibstil von Tami Fischer hat mir auch sehr gut gefallen und mich das Buch an großen Stücken lesen lassen, allerdings komme ich jetzt noch zu einem großen aber, denn obwohl mir der Schreibstil und die Charaktere gut gefallen haben, hat mir die Handlung größtenteils nicht gefallen, da sie meist überspitzt, unrealistisch und total vorhersehbar war und die Geschichte einfach zu viele Klischees erfüllt hat. Natürlich kann ich jetzt nicht alles verraten, was sich in dem Buch ereignet hat, dennoch kann ich euch für meine Aussage wenigstens ein Beispiel nennen, weil die besagten Handlungen ziemlich am Anfang von "Burning Bridges" geschehen und auch schon im Klappentext (auf der Rückseite des Buches) angedeutet werden.


Also hier mal ein Beispiel:
Ella und Ches lernen sich ja auf der Straße kennen, als Ella von ein paar Typen bedroht wird. Ches rettet Ella dann und nach diesem kleinen Zwischenfall gehen die beiden wieder getrennte Wege. Wenig später sieht Ella Ches aber rein zufällig wieder, obwohl sie in der Nacht noch nicht mal sein Gesicht erkennen konnte. Danach laufen sich die beiden auch immer wieder mal rein zufällig über den Weg, obwohl sie noch nicht mal Nummern getauscht haben. Im normalen Leben ist so was meiner Meinung nach kaum vorstellbar, in "Burning Bridges" waren aber genau solche Dinge Normalität.

Ich habe die Geschichte von Ella und Ches natürlich trotzdem mit großem Interesse gelesen und bereue meine Entscheidung, das Buch gelesen zu haben, auch keineswegs. Trotzdem waren die meisten Szenen aus dem Buch doch recht unrealistisch.


FAZIT:
Mir hat "Burning Bridges" insgesamt recht gut gefallen, allerdings gab es, wie oben schon erwähnt, ein paar Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben, wie z.B. unrealistische und klischeehafte Szenen. Dennoch hatte ich schöne Lesestunden und kann euch das Buch daher, trotz meiner Kritikpunkte, empfehlen.

*Rezensionsexemplar
Oktober 23, 2019 No comments
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